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Avalkredit

Der Avalkredit stellt eine Besonderheit unter den Kreditarten dar. Anhand eines Avalkredites ermöglicht die Bank ihrem Kunden, diese bei Verbindlichkeiten als Bürge einzusetzen. In erster Linie werden dabei keine liquiden Mittel zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hier lediglich um eine Kreditleihe – die Bank garantiert mit ihrer Bonität für die Kreditwürdigkeit des Kunden. Durch dies wird es dem Kunden ermöglicht leichter Verbindlichkeiten einzugehen.

Im Gegenzug dazu entsteht für die Bank eine Eventualschuld. Im Falle der Insolvenz bzw. der Zahlungsunfähigkeit des Kunden muss sie durch die eingegangene Kreditleihe für die Verbindlichkeit haften. Für die dadurch übernommenen Risiken lässt sich die Bank entlohnen. Diese Entlohnung wird in der Regel als Avalprovision bezeichnet. Je nach Bonität des Kunden kann diese zwischen 1 – 4 Prozent der Avalkreditsumme betragen. Vor allem im Bereich des Exports wird noch gerne auf Avalkredite zurück gegriffen. Im Exportgeschäft ist es meist für viele Unternehmen schwierig eine Kreditwürdigkeitsprüfung der / des jeweiligen Kunden zu tätigen. Indem ein Avalkredit zwischengeschaltet wird, kann dieser Nachteil eliminiert werden.

Die bekanntesten Ausprägungsformen des Avalkredites sind folgende:

 

Fracht- / Zollaval

Bei der Stundung von Zöllen bedarf es der Bereitstellung von Sicherheiten, ansonsten muss der Zoll sofort entrichtet werden. Mittels eines Zollavals kann somit eine Stundung erfolgen.

 

Anzahlungsgarantie

Unternehmen die einem anderen Unternehmen Anzahlungen leisten, wollen natürlich eine Sicherheit dafür, dass sie diese Anzahlung sofern die Lieferung / Leistung vom Kunden nicht erbracht wird, jederzeit wieder refundiert wird.  Ein Avalkredit als Anzahlungsgarantie ist hierbei die optimale Lösung.




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